Beautifully illuminated evening scene in Hildesheim, Germany showcasing historical architecture., tags: deutschland um 2,6 - pexel

Hotelbuchungen in Deutschland gehen um 2,6 % zurück, weil Urlaubsreisen in die kommenden Monate verlegt werden

Die Zahl der Hotelübernachtungen in ganz Deutschland ist im Mai 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 % gesunken. Offizielle Daten bestätigen einen Rückgang von 48,7 auf 47,5 Millionen Übernachtungen. Hauptgrund war der Termin von Pfingsten, das diesmal erst im Juni statt im Mai lag. Viele deutsche Reisende verschoben daher offenbar ihren üblichen Frühlingsurlaub.

Inländische Reisen gingen zurück, internationale Besuche legten zu

Die Zahl der inländischen Übernachtungen sank um 3,3 %, was zeigt, dass im Mai weniger Deutsche unterwegs waren. Gleichzeitig stiegen die internationalen Übernachtungen um 1,5 %. Gäste aus dem Ausland reisten weiterhin zahlreich in die großen Städte und Attraktionen des Landes. Ziele wie Berlin, München und Hamburg blieben bei ausländischen Gästen den ganzen Monat über beliebt.

Höhere Kosten dürften Reisepläne beeinflusst haben

Neben dem verschobenen Feiertagskalender könnten auch steigende Preise einige Menschen von Reisen abgehalten haben. Inflation, höhere Kraftstoffkosten und insgesamt gestiegene Lebenshaltungskosten machten Inlandstrips vermutlich weniger attraktiv. Dennoch fanden internationale Besucher Deutschland weiterhin attraktiv – begünstigt durch günstige Wechselkurse und ein insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Tourismusbranche blieb insgesamt robust

Trotz des Rückgangs in den Mai-Zahlen zeigte sich die Branche in den ersten sieben Monaten des Jahres stark. Von Januar bis Juli verzeichnete Deutschland 173 Millionen Übernachtungen – nur 0,8 % weniger als im gleichen Zeitraum 2024, dem bisherigen Rekordjahr. Diese minimale Differenz deutet auf Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Sektors hin.

Sommerausblick blieb vielversprechend

Mit dem Juni im Rücken rechneten Tourismusverantwortliche mit einer Erholung, da Schulferien, Festivals und wärmeres Wetter wieder mehr Inlandsgäste locken. Marketingkampagnen für lokale Ziele, Naturparks und regionale Kultur sollen den verlorenen Schwung zurückholen. Gleichzeitig blieben Auslandsbuchungen stark und stützten die Branche.

Der deutsche Tourismussektor zeigte damit, dass er sich trotz verschobener Feiertage und wirtschaftlicher Belastungen anpassen kann – gestützt auf verlässliches Interesse sowohl von inländischen als auch von internationalen Reisenden.


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